


Ergotherapie bei psychischen Erkrankungen
Ergotherapie bietet gute Möglichkeiten bei der Behandlung von Psychosen und Neurosen aller Art, wie z. B. bei Bipolaren Störungen, Persönlichkeitsstörungen (besonders Borderline-Typ), Depressionen, Angststörungen, AD(H)S (auch im Erwachsenenalter), umgeschulter Linkshändigkeit, posttraumatischen Belastungsstörungen, Mobbing-Effekten, Suchterkrankungen sowie der sogenannten Anpassungsstörung unterschiedlicher Herkunft.Die ambulante ergotherapeutische Behandlung psychiatrisch erkrankter Menschen ist noch recht selten, so dass unsere Praxis darin zu den Pionieren gehört. Wir können hierbei auf eine erfolgreiche mehrjährige Tätigkeit verweisen: die PatientInnen profitieren im therapeutischen Setting sehr vom Einzelkontakt, der aber durchaus auch – wenn es angezeigt ist – in eine Gruppensituation übergeleitet werden kann. Häufig macht eine Mitbehandlung durch eine zweite Therapeutin Sinn, wenn zwar eine körperliche Problematik den Anlass für Ergotherapie geboten hat, der Krankheitsverlauf aber so schwerwiegende Auswirkungen auf den Alltag des Patienten hat, dass eine völlige Umorientierung und neue Sinnsuche sich in den Vordergrund drängen und so die körperliche Genesung ohne Bearbeitung dieser Probleme unmöglich wird. Der Übergang zur Psychosomatik ist dann fließend.
Methoden:
Kompetenzzentrierte, ausdruckszentrierte und interaktionelle Ansätze (jeweils in individuell angepasster Gewichtung)
Gestaltungstherapeutische Mittel und arbeitstherapeutische Befundmethoden
(z. B. nach Melba, Ertomis, etc.), CMOP und MOHO (um die Zielsetzung gemeinsam mit dem Patienten zu ermitteln), Funktionale Integration (nach Feldenkrais), Sensorische Integration (nach Ayers).
Konzentrative Bewegungstherapie (KBT), Themenzentrierte Interaktion (TZI nach Cohen), Gesprächsführung (nach Rogers).

